Startseite           Bildergalerie           Über uns           Standort           Preise           Links           Datenschutz           Gästebuch           Impressum           Kontakt
Verlag für kommunale und gewerbliche Publikationen
Thema Windkraft in Rieseby Für   die   Inhalte   von   Leserbriefen   sind   die   Autoren/Autorinnen   verantwortlich.   Sie   werden   unbesehen   der   Person   oder   Sache   abgedruckt,   außer die Inhalte verstoßen gegen gesetzliche Vorschriften. Windpark Saxtorf, zu den Leserbriefen der Herrn Wolff und Suhr Dadurch,   dass   man   Sachverhalte   und   Gutachten   nicht   anerkennt,   steigt   leider   nicht   der   Wahrheitsgehalt   der   Aussagen.   Die   Gemeinde   hat   die   Wahl   zwischen einer   von   vornherein   angreifbaren   rechtswidrigen   Windkraftplanung   unter   150   m,   einer   Windkraftplanung   von   150   m   unter   Zeitdruck   (beides   für   je   150.000   Euro durch   die   Gemeinde   zu   finanzieren)   oder   einer   Windkraftplanung   von   180   m   durch   einen   Investor.   Die   erstgenannten   Szenarien   sind   mit   Risiken   verbunden,   ohne Garantie,   dass   später   nicht   doch   mindestens   180   m   Windkraftanlagen   gebaut   werden.   Es   gibt   Wählergruppen,   die   dieses   Risiko   eingehen   wollen   und   Parteien, die   dies   nicht   wollen.   Einige,   weil   sie   die   Energiewende   auch   in   Rieseby   wollen,   andere,   weil   ihnen   das   finanzielle   und   rechtliche      Risiko   für   die   Gemeinde   zu   hoch ist. Wieder   andere   blenden   die   Risiken   einfach   aus   und   denken,   dass   die   Außenwelt   (potentielle   Investoren   und   Kommunalaufsicht)   die   Entscheidung   der   Gemeinde einfach   akzeptiert   und   sie   somit   für   150.000   Euro,   die   dem   Haushalt   der   Gemeinde   entzogen   werden,   Windkraft   in   Rieseby   verhindern   können   und   trotzdem   alles so   bleibt   wie   bisher.      Die   Aussage   des   Rechtsbeistandes   der   Gemeinde   ist   nach   deren   Auffassung   zu   vernachlässigen.   Wir   halten   das   für   realitätsfremd   und verantwortungslos.   Zu   dem   sogenannten   Bürgerwillen   und   Bürgerentscheid   gab   es   eine   Fragestellung      der   WGR   an   den   Rechtsbeistand      der   Gemeinde,   der   wie folgt auf der Gemeindevertretersitzung  im August geantwortet hat (Auszug): Frage:   Würden   Sie   uns   empfehlen,   die   Veränderungssperre   am   28.8.2018   zur   Sicherung   unserer   Planungen   in   jedem   Fall   zu   verhängen,   um   auch   damit   dem Willen   der   Bevölkerung   in   Rieseby   (Bürgerentscheid)   entsprechen   zu   können?   Antwort:   Aus   meiner   Sicht   ist   der   „Bürgerentscheid“   nicht   das   maßgebliche Kriterium.   Unabhängig   davon,   dass   die   Gemeinde   an   einen   -   rechtswidrigen   -      Bürgerentscheid   nicht   gebunden   wäre,   dürfen   ausschließlich   städtebauliche   Ziele eine Planung rechtfertigen.  Fazit:   Dem   Wunsch   bzgl.   einer   Verhinderung   von   Windkraft   in   Rieseby      im   Rahmen   des   Bürgerentscheides   kann      (und   konnte   auch   damals)   keine   Partei   oder Wählervereinigung   ehrlich   entsprechen   und   versprechen.   Die   Grundsatzentscheidung   über   Windkraftanlagen   in   Rieseby   liegt   über   die   Regionalplanung   beim   Land und    nicht    bei    der    Gemeinde.    Von    einem    Bruch    eines    Wahlversprechens    kann    daher    keine    Rede    sein,    da    nach    den    Gutachten    die    minimal    mögliche Windkraftanlagenhöhe   berücksichtigt   wurde.   Dies   hatten   alle   Parteien   und   Wählervereinigungen   so   vor   einem   Jahr   im   Gemeinderat   mit   großer   Mehrheit festgelegt.   Das   sich   einige   an   diesen   Beschluss   nicht   mehr   gebunden   fühlen,   ist   bedauerlich.   Die   Versuchung,   hierdurch   weitere   Wählerstimmen   zu   bekommen, ist vermutlich zu groß. In   einem   haben   Sie   Recht:   Es   wird   u.a.   auch   von   Ihnen   versucht,   die   Kommunalwahl   zu   einer   Entscheidung   pro   oder   contra   Windkraft   zu   machen.   Ich   hoffe,   dass die Bürgerinnen und Bürger merken, dass das nicht richtig ist und andere Themen, die in der Kompetenz der Gemeinde liegen, in Rieseby im Mittelpunkt stehen  sollten. PS:   Ein   Gemeinderat   kann   außerdem   weder   über   die   Baumaterialien   einer   Windkraftanlage   noch   über   die   Höhe   des   Gewinns   eines   Unternehmens   entscheiden. Der Begriff „Gewinnmaximierung“ ist daher  in diesem Zusammenhang irreführend. Enrique Ruiz Hampel, 24354 Rieseby 21. Oktober 2018 Als   weggezogener   Riesebyer   verfolge   ich   mit   großem   Interesse,   was   sich   da   in   meiner   alten   Heimatgemeinde   tut.   Nun   gibt   es   pünktlich   zum   Karnevalsbeginn Neuwahlen.   Da   sich   die   Gemeindevertreter   der   Parteien   Grüne,   SPD   und   CDU   auf   der   letzten   Gemeindevertretersitzung   per   namentlicher   Abstimmung   ganz   klar und   deutlich   dafür   ausgesprochen   haben,   gegen   den   Bürgerwillen   mächtige   Windkraftanlagen   in   Saxtorf   zuzulassen,   scheint   es   mir   so,   als   würde   die   Neuwahl auch   so   eine   Art   wiederholter   Bürgerentscheid   zur   Windkraft   sein:   Diejenigen,   die   die   großen   Windkraftanlagen   in   Rieseby   wollen,   wählen   die   alten   Parteien   und diejenigen,   die   das   nicht   wollen,   wählen   etwas   anderes.   Wer   Wahlversprechen   bricht,   wird   abgestraft.   Vermutlich   rechnete   niemand   damit,   dass   es   in   Rieseby, historisch   erstmalig,   so   schnell   zu   einer   neuen   Wahl   kommen   könnte   und   die   Versprechen   und   das   entsprechende   Brechen   dieser   Versprechen   noch   in   guter Erinnerung   sind.   Da   haben   sich   wohl   einige   Gemeindevertreter   mächtig   verzockt!   Ich   werde   mir   aus   der   Ferne   ansehen,   wie   die   Wählerinnen   und   Wähler   den Narren am 11.11. in Rieseby ein Ende setzen.   Matthias Suhr, Groß Wittensee, ehem. Rieseby 15. Oktober 2018 Es war einmal ein Bürgerentscheid. Im   Frühjahr   2015   entschieden   sich   56,50%   der   Riesebyer   gegen   Windriesen   die   eine   Gesamthöhe   von   100   Meter   überschreiten   würden.   In   den   Folgejahren haben   jedoch   Vorhabensträger   kontinuierlich   versucht,   Gemeindevertreter   davon   zu   überzeugen,   dass   nur   größere   Anlagen,   also   180   Meter   hohe   und   besser noch   200   Meter   hohe   Anlagen   wirtschaftlich   seien,   obwohl   nach   Berechnungen   von   Fachleuten   bekannt   war,   dass   auch   Anlagen   von   100   bis   150   Metern wirtschaftlich betrieben werden können. Natürlich nicht mit der angestrebten höheren Gewinnspanne. Repowering,   ein   gerne   von   den   Investoren   genannter   Begriff,   bedeutet   nichts   anderes,   als   eine   kleinere   WKA   nach   Ablauf   der   Lebensdauer   durch   eine   größere   zu ersetzen.   Sie   suggerieren   möglichen   Interessenten   das   größere   Anlagen   effizienter   sind.   Das   ist   bei   WKA   nicht   der   Fall.   weil   das   Gewicht   der   Anlage   mit   der dritten Potenz ihres Rotorradius wächst, was widerum einen negativen Skaleneffekt zur Folge hat.   Es   ist   müßig   darüber   zu   streiten   wie   sinnvoll   oder   sinnlos   diese   Anlagen   sind.   Fakt   ist,   bevor   diese   Anlagen   überhaupt   Wind   in   elektrische   Energie   umwandeln können,   sind   in   Abhängigkeit   ihrer   Größe   300   Tonnen   Stahl,   100   Tonnen   Zement,   30   Tonnen   Kupfer,   1   Tonne   seltene   Erden   und   einiges   an   Plastik   bereit   zu stellen.   Stahl,   Kupfer   und   seltene   Erden   müssen   zunächst   mit   enormen   Energieaufwand   aus   der   Erde   gefördert   werden,   um   danach   mit   noch   größerem   Aufwand an   elektrischer   Energie   verhüttet   zu   werden.   Noch   nicht   berücksichtigt   in   dieser   Negativbilanz   sind   die   Aufwendungen   an   Energie   für   die   Herstellung,   den Transport, die Aufstellung und Wartung, sowie die Entsorgung der Anlagen nach einer durchschnittlichen Laufzeit von < 20 Jahren. Und   erst   dann,   wenn   die   Entsorgung   anfällt,   sollte   abgerechnet   werden.   Brisant   ist   dabei   die   Entsorgung   der   als   Sondermüll   eingestuften   Rotorblätter   bestehend aus   Glasfasermatten   und   Kunstharz   die   schwer   zu   recyceln,   und   seit   2005   zu   verbrennen   sind.   Die   enormen   Mengen   an   Stahlbeton   gilt   es   zu   trennen.   Ich vermute   stark,   dass   die   Entsorgung   ähnlich,   wie   auch   bei   den   abgeschalteten   Atomkraftwerken,   zu   Lasten   der   Steuerzahler   gehen   wird.   Ach   ja,   da   war   doch auch   noch   was   mit   der   CO2   Einsparungen.   Die   haben   wir   regional   tatsächlich.   Diese   Einsparungen   werden   allerdings   als         Zertifikate   verpackt   an   der   Börse   in Leipzig an Kohlekraftwerke in Polen oder Gaswerke in Frankreich versteigert, was mich doch sehr nachdenklich macht. Nachdenklich   macht   in   diesem   Zusammenhang   auch   die   Überlegung   eines   Herrn   Ruiz-   Hampel,   Fraktionsvorsitzender   der   CDU   in   der   Gemeindevertretung Rieseby   (mit   5,98%   Stimmen   von   seinem   Wahlkreis   bedacht),   die   bereits   beschlossene   Veränderungssperre   umgehend   entweder   rückgängig   zu   machen,   oder eine Entscheidung über eine Ausnahme nach § 14 Abs. 2 BauGB zu treffen. Seine   Begründung:   Bei   Anlagen   bis   180   Meter   steht   ein   Investor   bereit,   der   die   Planungskosten   in   Höhe   von   ca.   145.000   €   übernehmen   würde.   Das   sei,   so   Herr Ruiz-Hampel,   bei   einer   Anlage   von   150   Metern   nicht   der   Fall.   Es   müssten   die   Planungskosten   von   der   Gemeinde   getragen   werden,   ein   Investor   gefunden   werden und ein Landverpächter. Nein, Herr Ruiz-Hempel, das ist sachlich nicht richtig! Richtig   ist,   die   Mehrheit   der   Riesebyer   hat   sich   für   Windkraftanlagen   bis   100   Meter   entschieden.   Wir,   die   Gemeindemitglieder   und   -Vertreter   müssen   niemand suchen. Sollte   sich   kein   Investor   trotz   der   nachgewiesenen   Wirtschaftlichkeit   für   diese   Anlagen   finden,   dann   hat   die   gewonnen,   der   wir   uns   verpflichtet   fühlen   müssten, die noch halbwegs intakte Umwelt in Schwansen.  Abschließend noch eine Bemerkung zum Ergebnis der letzten Gemeindewahlen: Es   ist   schon   erstaunlich,   wie   sehr   ausgerechnet   die   Verlierer   dieser   Wahl,   voran   die   SPD,   sich   gemeinsam   mit   den   „Grünen“   um   das   Wohl   der   Profiteure   sorgen, und   nicht,   wie   spätestens   nach   diesem   Wahlergebnis   zu   erwarten   wäre,   um   das   Wohl   ihrer   Bürger.   Bei   den   anderen   Gemeindevertretern   bedanke   ich   mich   ganz herzlich. Klaus Wolff, Mitglied der Gemeinde Rieseby seit 1985. 01. Oktober 2018 Es   ist   nicht   in   Ordnung,   wenn   hier,   wie   durch   den   Leserbrief   von   Dieter   Mutzek,   falsche   Behauptungen   aufgestellt   werden.   Ich   kenne   keinen   Politiker   aus   der Gemeinde,   der   „lautstark   die   Verhinderung   von   Windkraftanlagen   propagiert“   –   diese   Behauptung   ist   irreführend   und   soll   lediglich   jenen   Parteien   im   aktuellen Wahlkampf   dienen,   die   sich   per   namentlicher   Abstimmung   (!)   gegen   den   Bürgerwillen   gestellt   haben:   SPD,   CDU   und   Grüne!   Nachzulesen   in   der   Niederschrift   der Gemeindevertretersitzung. Das    ganze    Gerede    um    Verhinderungsplanung    und    angebliche    Regressansprüche    ist    Schaumschlägerei    und    soll    die    ehrenamtlichen    Kommunalpolitiker verunsichern.   Dies   mag   in   anderen   Gemeinden   funktioniert   haben   –   in   Rieseby   sind   wir   über   diesen   Punkt   längst   hinaus!   Urteile   aus   der   Judikatur,   die   durch vergleichbares Handeln einer Gemeinde zu Regressansprüchen der Vorhabenträger geführt haben, sucht man vergebens. Bereits   vor   Jahren   hat   es   Vorschläge   gegeben,   eine   Einigung   mit   den   alten   Vorhabenträgern   zu   erzielen.   Herr   Lamping,   Herr   Ohlsen   und   Herr   Dr.   Markau   waren zu   keinem   Kompromiss   bereit,   sie   hielten   an   ihren   200m   hohen   WKA   fest.   Und   dies,   obwohl   Herr   Dr.   Markau   Herrn   Kolls   als   damaligen   Bauausschussvorsitzenden bereits 2012 mitteilte, dass 200m (!) hohe WKA für den Standort auf der Halbinsel Schwansen völlig ungeeignet seien. Die Vorhabenträger haben sich verzockt! Leidtragende   an   dem   ganzen   Dilemma   sind   u.a.   die   Landeigentümer.   Vermutlich   haben   sie   ihre   Vorverträge   damals   etwas   blauäugig   unterzeichnet.   Dies allerdings   kann   doch   wohl   kaum   als   Argument   genutzt   werden,   den   Unternehmern   heute   eine   Gewinnmaximierung   einzuräumen   und   die   Bürger   Riesebys   und   die Bürger der Nachbargemeinden derartig stark zu belasten, wie es nun geplant ist. In   einem   muss   ich   Herrn   Mutzek   tatsächlich   rechtgeben:   Der   Bürgermeister   ist   per   Amtseid   dazu   verpflichtet,   Schaden   von   der   Gemeinde   abzuwenden.   Demnach müsste   er   alles   daran   setzen,   die   Belastung   für   die   Gemeinde   durch   völlig   unnütze   Industrieanlagen   inmitten   des   Naturparks   Schlei   so   gering   wie   möglich   zu halten.   Genau   dies   tat   er   aber   die   ganzen   Jahre   nicht.   Somit   ist   es   doch   nur   richtig,   wenn   alle   5   Jahre   eine   demokratische   Wahl   stattfindet   und   im   Vorfeld   dieser Wahl die Einhaltung des Amtseides einmal genau unter die Lupe genommen wird. Frank Dreves, Rieseby OT Sönderby 01. Oktober 2018 Herr   Hartmut   Schmidt   weiß   vieles,   aber   manchmal   irrt   er   sich   auch.   So   behauptet   er   in   seinem   Artikel   „Windkraft   kann   teuer   werde“   (Schlei-Blättchen   Okt. 2018),   dass   die   Fundamente   im   Allgemeinen   nur   bis   zu   2,5   Meter   unter   Gelände   abgebaut   werden,   und   dass,   wenn   man   sie   später   doch   restlos   entfernen   muss, auf die Gemeinde bis zu 2 Millionen € Kosten zukommen können. Das   ist   nicht   ganz   richtig:   Erstens   kann   –   und   das   war   in   den   bisherigen   Planungen   auch   angedacht   -   die   Gemeinde   in   einem   städtebaulichen   Vertrag   auf   die restlose   Beseitigung   bestehen.   Zweitens:   Wenn,   aus   welchen   Gründen   auch   immer,   Reste   der   Fundamente   im   Boden   verbleiben   und   in   späteren   Jahren   deren Beseitigung   gefordert   wird,      der   Grundstückseigentümer   dafür   aufkommen   muss.   Sollte   der   jetzige   nicht   mehr   greifbar   sein,   hält   man   sich   an   seinen Rechtsnachfolger. Nicht ohne Grund sind mit Altlasten behaftete Grundstücke oftmals so spottbillig. Bernd Hoff-Hoffmeyer-Zlotnik Anmerkung der Red.: Richtig, auch ich bin nicht allwissend und irre mich gelegentlich, in diesem Falle aber nicht. Zu   Erstens:   Es   stimmt,   dass   die   Forderung   nach   komplettem   Rückbau   nebst   Fundament   im   städtebaurechtlichen   Vertrag   bestimmt   werden   kann.   Nichts anderes habe ich zum Ausdruck gebracht und nichts anderes habe ich gefordert. Dass dies in der Planung bereits vorgesehen war, bestreite ich vehement, ansonsten wäre der Bürgschaftsbetrag nicht so gering angesetzt. In dem Zusammenhang hilft der Blick in den Entwurf des Vertrages in Loose, in dem gerade nicht die Entfernung des Fundaments vereinbart ist. Zu   Zweites:   Bei   allem   gegenseitigen   Respekt,   hier   irren   Sie   gewaltig.   Sollte   der   Windparkbetreiber   am   Ende   der   Laufzeit   Konkurs   anmelden,   wie   es   inzwischen nicht   ganz   unüblich   geworden   ist,   und   die   Bankbürgschaft   nicht   ausreichen,   ja,   so   haften   zunächst   Sie   dafür.   Sollten   Sie   aber   zu   dem   Zeitpunkt   diese   Summe nicht aufbringen können (wir reden von Millionen), so ist die Gemeinde zur „Ersatzvornahme“ verpflichtet und somit zahlungspflichtig. Somit bleibe ich bei meiner Behauptung: Der Bau des Windparks Saxtorf könnte für die Gemeinde sehr teuer werden. Hartmut Schmidt für die Redaktion des Schlei-Blättchens 01. Oktober 2018 Es   ist   schon   interessant,   welche   Versprechungen   manch   ein   Politiker   der   Gemeinde   Rieseby   den   Bürgern   macht.   Da   wird   gerne   lautstark   die   Verhinderung   von Windkraftanlagen   propagiert,   doch   so   einfach   ist   es   nicht.   Zwar   kann   und   sollte   die   Gemeinde   ihre   Möglichkeiten   ausschöpfen   die   Planung   nach   ihren   Gunsten   zu beeinflussen, beispielsweise in der Festlegung der Anlagenhöhe - wie auch geschehen. Ein   „Ja“   oder   „Nein“   zu   Windkraft   obliegt   jedoch   nicht   der   Entscheidungsgewalt   der   Gemeinde,   genauso   wenig   wie   das   Verlangen   nach   unwirtschaftlichen   Anlagen mit   einer   Gesamthöhe   von   100   m.   Dies   stellt   eine   sog.   rechtswidrige   Verhinderungsplanung   dar   und   kann   daher   kein   probates   und   ernstgemeintes   Mittel   sein. Zudem ist der Bürgermeister per Amtseid verpflichtet Schaden von der Gemeinde abzuwenden, das tut er nicht, wenn er die Rechtsstaatlichkeit mit Füßen tritt. Des   Weiteren   muss   der   Landeigentümer   dem   Bau   ebenfalls   zustimmen,   bzw.   ist   in   diesem   Fall   dann   auch   vertraglich   gebunden.   Die   Gemeinde   täte   gut   daran, den   Bau   der   Windkraftanlagen   besonnen   und   gemeindlich   abgewogen   voranzubringen,   denn   eine   weitere   Verzögerung   hätte   negative   Konsequenzen.   Wird innerhalb   der   zweijährigen   Veränderungssperre   nicht   gebaut,   fallen   viele   Möglichkeiten   der   Einflussnahme   wie   beispielsweise   auf   die   Höhenbegrenzung   weg. Zudem werden durch die immer geringer werdenden Einspeisevergütungen die wirtschaftlich noch vertretbaren Windkraftanlagen immer größer.   Dieter Mutzek, Rieseby 30. September 2018 Die   Beilagen   zum   Schlei-Blättchen   Oktober   2018   und   die   Artikel   sowie   die   "Wahlwerbung"   in   den   letzten   Tagen   veranlassen   mich   im   Zusammenhang   mit   den Ereignissen anlässlich der Gemeinderatssitzungen und der Konstituierungdes Gemeinderates zu einigen Anmerkungen:   Fake News sind in aller Munde, müssen aber nicht in Rieseby grassieren.   Wir   leiten   unser   gemeinschaftliches   Lebensmodell   vom   Griechischen   "Demokratia"   (Herrschaft   des   Staatsvolkes)   ab.   In   der   repräsentativen   Demokratie   haben sich   die   Mütter   und   Väter   des   Grundgesetzes   nicht   für   das   reine   Mehrheitswahlrecht   -   an   den   verteilten   Stimmen   anlässlich   der   letzten   Wahl   in   Rieseby   könnte man   die   Zusammensetzung   des   Gemeinderats   danach   schnell   ermitteln   -   ,   sondern   für   ein   Verhältniswahlrecht   entschieden,   um   auch   Minderheiten   die Möglichkeit   zu   geben,   an   der   politischen   (lateinisch   politicus   =   die   Bürgerschaft   betreffend)   Willensbildung   teilzunehmen.   Das   kann   dann,   wie   in   Rieseby,   dazu führen, dass viele Minderheiten die Willensbildung nachhaltig bestimmen können. Dem kann man kritisch gegenüberstehen.   Bei   den   so   Gewählten   sollte   allerdings   die   Selbsterkenntnis   der   eigenen   Bedeutung   bezogen   auf   die   erhaltenen   Wählerstimmen   Zurückhaltung   auferlegen,   wenn es   um   die   Interpretation   der   mehrheitlichen   Meinung   und   Auffassung   der   Bevölkerung   geht.   Wenn   diese   Erkenntnis   nicht   gegeben   ist,   muss   man   sich   über   die Unmutsäußerungen nicht wundern!   Die   Riesebyer   wollen,   wie   die   übrigen   Gemeinden   auf   Schwansen   auch,   weiterhin   im   Naturpark   leben   und   ihn   auch   für   ihre   Gäste   als   liebenswertes   Ziel   und   für Tiere   und   Pflanzen   als   Lebensraum   erhalten.   Die   Riesebyer   wollen,   wie   alle   anderen   auch,   aus   der   Atomkraft   aussteigen   und   aus   der   Kohleverstromung.   Dazu brauchen   wir   ein   alternatives   Versorgungskonzept.   Dazu   trägt   die   Windenergie   bei,   wenn   das   Konzept   ein   von   der   Ratio   (lateinisch   =   Vernunft)   gesteuertes   ist. Daran tun sich von Tag zu Tag mehr Zweifel auf.   Anlässlich   der   Bürgerfragestunde   habe   ich   einen   Katalog   von   Anfragen   ungelöster   Probleme   an   die   Gemeindevertretung   gerichtet   im   Zusammenhang   mit   der Errichtung   der   Windkraftanlagen   in   Saxtorf.   Diese   Fragen   konnten   mir   weder   von   den   Gemeindevertretern   noch   von      dem   Amtsleiter      beantwortet   werden.   Das sollte schriftlich nachgeholt werden, ist bis heute aber nicht erfolgt. Es    ging    dabei    ganz    sachlich    um    Schallschutz,    "Befeuerungsbeeinträchtigungen",    Mehrbelastungen    der    Riesebyer    Strombezieher    mit    Einspeisungskosten, Rückbausicherung etc.. Aber niemand hat sich damit beschäftigt, obwohl täglich darüber berichtet wird.   Völlig   zutreffend   wird   zudem   auf   die   Entsorgungsprobleme   bei   den   Fundamenten   verwiesen.   Jetzt   wird   auch   öffentlich   gemacht   der   stark   belastete   Sondermüll der   Flügel.   Auch   ein   Problem,   das   von   der   Landespolitik   und   der   Industrie   verschleiert   und   verschleppt   wird,   wie   die   Entsorgung   von   Atommüll,   vgl.   EZ   vom 10.09.2018, Seite 3.   Fahrten   bei   Sonnenschein   durch   Schleswig-Holstein   dokumentieren   täglich   den   Stillstand   von   tausenden   Windrädern,   schlimmer   aber   noch   ist   das   Ergebnis   der Beobachtung   der   Mühlen   in   Loose:   diese   drehen   sich   nicht   einmal   bei   dunklem   Regenwetter.   Sie   produzieren   keinen   Strom.   Ihre   Eigner   und   die   Landbesitzer bekommen das verbunden mit einer verlängerten Lebenszeit der Mühlen aber mit saftigen Prämien bezahlt.   Bitter   bezahlt   von   den   "einfachen   Leuten"   (Alleinerziehende,   Rentner,   ALG-Empfänger,   Niedriglöhner   etc.),   denen   das   tägliche   Leben   damit   immer   schwerer gemacht   wird,   ein   Umstand,   der   jeden   SPDler   auf   die   Barrikaden   treiben   müsste,   da   diese   Politiker   aber   gut   betucht   sind,   kümmert   sie   diese   Menschen   verbrämt nur auf Parteitagsreden.   Auch die Verquickung von Ämtern im Naturpark mit Beschlüssen zu dessen Verschandelung passen nicht zusammen. Das   lässt   sich   auch   nicht   mit   rechtsstaatlicher   Verpflichtung   begründen.   Das   Verständnis   entsprechender   Vertreter   der   Gemeinde   ist   ein   falsches.   Rechtsstaat   ist nicht   die   katzbuckelnde   Anwendung   irgendwelcher   Vorschriften   des   Gesetzgebers.   Dieser   irrt   sich   mit   seinen   Gesetzen   regelmäßig,   was   treffend   belegt   wird durch die Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, wenn es solche als verfassungswidrig aufhebt.   Es   muss   nur   jemand   den   Mut   haben,   den   Weg   zu   beschreiten,   was   häufig   länger   als   ein   Jahrzehnt   dauert.   So   ein   Gesetz   ist   auch   das   EEG.   Gedacht   als Subventionsgesetz   zur   Unterstützung   der   Entwicklung   der   erneuerbaren   Energien   hat   es   zu   Recht   Forderungen   an   eine   Förderung   -   gesichertes   Einkommen   aus einer   Entwicklung   -   gestellt.   Die   Entwicklung   ist   aber   abgeschlossen   und   jetzt   wird   mit   diesen   Regelungen   Missbrauch   getrieben.   Aufstellen   von   Mühlen   um   des Aufstellens   willen   ist   kein   legitimer   Zweck   und   wir   alle   wissen,   dass   wir   die   Mühlen   wenigstens   bis   2030   (voraussichtliche   Fertigstellen   der   Hochspannungsleitung nach   Bayern)   nicht   brauchen,   weil   wir   schon   jetzt   nur   Wegwerfstrom   produzieren.   Bis   2030   werden   wir   aber   mit   Sicherheit   über   andere   Technologien   sprechen (Sonnenenergiebündelung über Parabolspiegel etc.) als über Windkraft. Wenn   uns   Bürger   und   die   Gemeindevertreter/innen   das   Land   oder   der   Bund   mit   einem   überkommenen   Gesetz   zu   etwas   zwingen   wollen,   was   vermeintlich rechtstaatlich sein soll, muss im Zweifel der Rechtsstaat mit der Einleitung juristischer Schritte gezwungen werden, neuerlich nachzudenken. Das   Festhalten   an   der   derzeitigen   Förderung   von   Windenergie,   insbesondere   auch   die   Einmischung   der   Genehmigungsbehörde   hinsichtlich   eines   gesicherten Ertrages   im   Verhältnis   zwischen   Höhe   und   Leistung   einer   Windkraftanlage,   hat   nichts   mit   einer   freien   Marktwirtschaft   zu   tun   und   verstößt   gegen   den Gleichbehandlungsgrundsatz,   Art   2   GG,   die   freie   Berufswahl,   Art   12   GG   und   die   Eigentumsgarantie,   Art   14   GG.   Keine   Behörde   kümmert   sich   darum,   ob   ein Tante-Emma-Laden   wirtschaftlichen   Erfolg   hat   oder   nicht,   jeder   ist   seines   Glückes   Schmied,   nur   wenn   eine   Windkraftanlage   betrieben   wird,   muss   der   Ertrag stimmen, sonst wird sie nicht genehmigt?!   Wenn   solche   Konstruktionen,   denen   die   Ratio   fehlt,   dem   Bürger   übergestülpt   werden,   hat   er   das   Recht,   Widerstand   zu   leisten,   wie   es   die   Atomkraftgegner   oder die   Widerständler   im   Hambacher   Forst   dokumentieren.   Bei   Windkraftanlagen   ist   das   Anketten   schwierig,   wenn   keine   Bäume   gefällt   werden   müssen.   Aber   der intellektuelle   Widerstand   bleibt   geboten.   Denn   die   Politik   arbeitet   nach   dem   Versuchsprinzip,   wie   der   "liebe   Robert"   (Habeck)   bestätigt.   Einem   Landwirt,   der   über Versuche   in   der   Fruchtfolge   mit   Herrn   Habeck   sprach,   antwortete   letzterer:   "Ist   wie   in   der   Politik,   da   weiß   auch   keiner,   ob   es   klappt,   was   man   ausprobiert"   EZ vom 07.09.2018 Seite 4.   Das soll es also sein, gegen jede Vernunft zu experimentieren, weil eine Ideologie umgesetzt werden soll.   Dem   kann   mit   Überzeugung   begegnet   werden,   insbesondere   dann,   wenn   eine   starke   Gruppe   sich   der   Willkür   verweigert.   Dazu   gibt   es   gerade   in   Schwansen genug   Partner,   aber   Riesebyer   Gemeindevertreter   fallen   diesen   lieber   in   den   Rücken   aus   vermeintlich   wohlverstandenem   Schutz   vor   Schadensersatzforderungen. Eine   Forderung   ist   eine   Sache.   Ein   Anspruch   ist   schon   eine   andere,   wenn   das   Widerstandsrecht   eingewandt   wird.   Die   Rechtswidrigkeit   ist   mehr   als   zweifelhaft   bei dem Rückhalt aus der Bevölkerung. Ein belegter Schaden ist kaum vorstellbar bei den rechtlichen Anforderungen zur Schadensdarlegung.   Es   gilt   auch   insoweit   eine   rationale   Bewertung   vorzunehmen   und   nicht   als   Bangebüx   durch   die   Welt   zu   laufen.   Eine   wertfreie   und   kreative   anwaltliche   Beratung und   eine   Portion   Mut,   gestützt   auf   die   Bevölkerung,   gehört   sicherlich   dazu.   Aber   aus   einem   Anwaltsbüro   Beratung   zu   erwarten,   das   auch   die   Interessen   des Landes   vertritt,   erscheint   nahezu   naiv.   Mir   ist   aus   meiner   Erfahrung   bewusst   (14   Jahr   habe   ich   mit   Kollegen   gekämpft,   bis   die   Bauern   ihre   Entschädigung   für   die kalte    Enteignung    aus    der    MilchgarantiemengenVO    erhalten    haben;    erst    das    Bundesverfassungsgericht    und    der    EuGH    haben    die    Auffassung    der Verfassungswidrigkeit   des   Gesetzes   bestätigt,   der   Instanzenzug   bis   zum   Bundesverwaltungsgericht   nicht),   dass   mein   Credo   keinesfalls   ein   Selbstgänger   ist,   aber dem Widerstand gebührt die Aufmerksamkeit, deswegen führt er über die Zeit zum Erfolg.   Rieseby   muss   das   nicht   allein   umsetzen,   es   gibt   genug   gleichgesinnte   Gemeinden,   aus   der   Gruppe   erwächst   die   Stärke.   Wie   viele   Gegner   der   Mühlenerrichtung in   Saxtorf   schließe   ich   keinesfalls   aus,   dass   dort   irgendwann   auch   einmal   Windmühlen   errichtet   werden   müssen,   wenn   tatsächlich   ein   Bedarf   dafür   vorhanden und   nachgewiesen   ist.   Ob   und   wann   und   wie   ist   jedoch   völlig   offen,   jetzt   haben   wir   lediglich   ein   AUSBAUZIEL   ohne   Sinn   und   Verstand.   Und   wenn   die   Ratio   stirbt, dann stirbt der Friede.   Thomas Arndt, Alte Landstraße 10, 24354 Rieseby 07. September 2018 Ich   habe   schon   viele   Gemeinderatssitzungen   miterlebt,   aber   die   letzte   am   28.08.2018   war   die   Krone.   Es   wurde   eine   Veränderungssperre   beschlossen,   die zugleich   wieder   durch   einen   Antrag   der   CDU   (der   mehrheitlich   von   CDU,   SPD   und   der   Grünen   Religion   beschlossen   wurde)   aufgehoben   werden   soll,   wenn   sich der   Investor   mit   einer   Bauhöhe   von   180   m   arrangieren   kann.   Dann   kann   sofort   eine   Ausnahmegenehmigung   erteilt   werden.   Es   wurde   uns   suggeriert,   dass   diese Höhe   von   180   m   sich   dicht   am   Bürgerentscheid   orientiert.   100   m   waren   damals   der   Ausgangspunkt,   150   m   wären   ein   Kompromiss   aber   180   m?   Wie   dicht   liegt diese   Höhe   am   Bürgerentscheid,   meines   Erachtens   Lichtjahre   davon   entfernt.   Des   Weiteren   habe   ich   den   Eindruck,   dass   so   ziemlich   alle   Gutachten   im   Sinne   der Windkraftlobby   erstellt   werden,   von   Objektivität   kann   keine   Rede   mehr   sein.   Auch   verstehe   ich   die   GV-Vertreter   von   CDU,   SPD   und   Grünen   nicht.   Sind   auch   sie Marionetten   der   Windkraftlobby?   Ansonsten   kann   ich   diese   Entscheidung   nicht   verstehen.   Wir   können   noch   so   viele   Windkrafträder   bauen,   aber   an   der   Physik kommen   wir   nicht   vorbei.   Im   Augenblick   ist   es   Idiotie   zu   denken,   wir   können   die   konventionellen   Kraftwerke   abschalten,   es   gibt   keine   Speicher,   Stromtrassen usw. Vielleicht hatten viele der GV-Vertreter, als Physik unterrichtet wurde, hitzefrei. Edda Büchmann, Boholm 5, 24354 Rieseby 06. September 2018 Schockstarre   in   Rieseby.   Man   glaubt   zu   träumen.   Im   ganzen   Dorf   wird   darüber   gesprochen   –   im   Einkaufsladen,   an   der   Tankstelle,   im   Sportverein.   Warum   nur? Warum wird der Wille von uns Bürgern so mit Füßen getreten? The answer, my friend, is blowin` in the wind! Björn Fischer, 24354 Rieseby 05. September 2018 Es   paßt   gut   zu   den   hitzigen   Debatten   in   der   Riesebyer   GV   über   den   Windpark   Saxtorf,   daß   Stephan   Richter   im   Wochenendmagazin   der   Eckernförder   Zeitung klare     Worte     über     den     Stand     der     Energiewende     ausspricht:     keinerlei     Verringerung     des     CO2-Ausstoßes,     nicht     genügend     Netze     (deshalb     keine Versorgungssicherheit),   riesige   und   weiter   steigende   Kosten   für   die   Bürger.   Er   hätte   noch   hinzufügen   können,   daß   natürlich   Speicher   fehlen   und   z.B.   bei   uns   im Land    Naturschutzregeln    von    Amts    wegen    herabgestuft    werden,    um    die    Vermühlung    voranzutreiben.    Außerdem    wäre    anzumerken,    daß    laut    Aussage unabhängiger   Fachleute   das   von   der   Landesregierung   angestrebte   Ausbauziel   von   10   Gigawatt   ungefähr   2   GW   über   dem   liegt,   was   überhaupt   gebraucht   wird. Vor    diesem    Hintergrund    aus    Fakten    ist    es    erstaunlich,    daß    der    CDU-Fraktionsvorsitzende    in    Rieseby    verbissen    und    unter    Heranziehung    merkwürdiger Begründungen   genau   die   Anlagenhöhe   (180   m)   für   die   einzig   mögliche   hält,   die   auch   der   Betreiber   realisieren   will.   Zwar   wären   laut   Gutachten   auch   150-m-WKA wirtschaftlich,   aber   CDU,   SPD   und   Grünen   liegt   offenbar   die   Gewinnmaximierung   des   Betreibers   mehr   am   Herzen   als   Rücksichtnahme   auf   Mensch   und   Natur. Dabei   sollten   alle   Gemeindevertreter   (nicht   nur   die   WGR,   die   ernsthaft   Kompromisse   sucht)   wissen,   daß   die   Riesenmühlen   in   einem   für   Fauna   und   Flora   äußerst sensiblen   Gebiet   stehen   werden   (Biotop-Verbundsystem,   angrenzende   Moore,   Großvogelpopulationen,   Fledermäuse,   größtes   unzerschnittenes   Gebiet   in   S-H). Ganz   zu   schweigen   von   den   Menschen,   die   in   Entfernungen   von   ca.   800   m   oder   weniger   leben   müssen   sowie   den   Dörfern   Holzdorf   und   Loose,   die   massiv   unter der   Belastung   von   Lärm   und   Lichtwechsel   leiden   werden.   Vielleicht   sollten   Gemeindevertreter   gelegentlich   auch   an   die   Lebensqualität   der   Menschen   denken,   die sie gewählt haben. Sylvia Green-Meschke 04. September 2018 Ungefähr   3000   Windanlagen   gibt   es   derzeit   in   Schleswig-Holstein,   die   Landesregierung   will   unbedingt,   dass   schnellstmöglich   noch   500   dazu   gebaut   werden, obwohl   schon   jetzt   eine   große   Zahl   über   lange   Zeit   stillsteht.   Denn   der   Strom   kann   -   das   weiss   jeder   -   mangels   eines   ausreichenden   Netzes   noch   auf   etliche Jahre   nicht   verwendet   werden.   Macht   ja   nichts,   die   Bürger   zahlen   den   Betreibern   schließlich   den   Ausfall   (350   Mio   Euro   pro   Jahr   allein   in   Schleswig-Holstein).   Die Mehrheit   in   der   GV   will   die   Riesebyer   verpflichten,   sich   an   diesem   eigenartigen   Spiel   nun   noch   stärker   zu   beteiligen.   In   einem   ausgedehnten   Biotop- Verbundsystem,   unmittelbar   neben   den   größten   Mooren   in   Schwansen   will   sie   180-m-WKA   bauen   lassen,   obwohl   150   m   Höhe   laut   Gutachten   auch   wirtschaftlich wären.   Eine   sachliche   Begründung   wird   dafür   nicht   geliefert,   also   darf   spekuliert   werden,   welche   persönlichen   Interessen   im   Spiel   sein   könnten.   Die   Grünen lamentieren   natürlich   übers   Klima,   verschweigen   aber,   dass   der   weltweite   CO2-Ausstoß   nur   um   kaum   mehr   messbare   Größen   hinter   dem   Komma   verringert werden   würde   an   dem   ohnehin   nur   ca.   2,4   Prozent   großen   Anteil   Deutschlands   am   Weltausstoß.   Normalerweise   gehen   Grüne   noch   für   den   letzten   Wachtelkönig oder   Feldhamster   auf   die   Barrikaden.   Dass   im   Herzen   von   Schwansen,   einem   bisher   unzerschnittenen,   besonders   sensiblen   Gebiet   mit   Seeadlern,   Kranichen   und Fledermäusen,   nun   Bodenversiegelung   großen   Stils   inklusive   Schreddergefahr   für   Vögel   betrieben   werden   soll,   scheint   ihnen   dagegen   völlig   egal   zu   sein.   Ebenso die   Tatsache,   dass   etliche   Anrainer   600-800   m   entfernt   von   den   Riesenanlagen   leben   müssen   und   dass   auch   die   Dörfer   Holzdorf   und   Loose   massiv   von   Lärm   und Lichtwechsel   betroffen   sind.   Die   Bürger   Riesebys   haben   in   ihrem   Bürgerentscheid   klar   eine   andere   Entscheidung   getroffen.   Die   seltsame   Allianz   aus   SPD,   CDU und   Grünen   ignoriert   das   vollständig   und   arbeitet   kräftig   an   der   Vermühlung   Schwansens   mit.   Gut,   dass   es   wenigstens   die   WGR   gibt,   die   weiter   auf   Seiten   der Bürger kämpft. Ina Rambke, Holzdorf 04. September 2018 Als   Zuhörer   bei   der   Gemeindeversammlung   Rieseby   ist   es   schon   erstaunlich   zu   erleben,   wie   eine   Diskussion   in   einem   solchen   Gremium   ohne   Kenntnis   der   Fakten abläuft.   Man   sollte   eigentlich   erwarten   dürfen,   dass   die   Zahlen   aus   den   Monitoringberichten   und   Netzentwicklungsplänen   der   Bundesnetzagentur   bekannt   sind. Diese   Zahlen   weisen   aus,   dass   in   Schleswig-Holstein   z.   Zt.   25%   der   Anlagen   übers   Jahr   abgeregelt   werden   müssen,   da   der   erzeugte   Strom   nicht   abgeführt werden   kann.   Dafür   zahlen   allein   schleswig-holsteinische   Stromkunden   350   Mio.   Euro   pro   Jahr   als   verlorenen   Zuschuss   an   die   Investoren.   Weiter:   der   BDEW (Bundesverband   der   Elektrizitäts-   und   Wasserwirtschaft)   weist   in   einer   kürzlich   veröffentlichten   Studie   darauf   hin,   dass   der   forcierte   Ausbau   der   fluktuierenden Erneuerbaren   und   gleichzeitige   Ausstieg   aus   der   konventionellen   Erzeugung   ohne   ausreichende   Speicherung   zur   Gefahr   für   die   Stabilität   des   europäischen Verbundnetzes   führt.   Unsere   europäischen   Nachbarn   werden   Deutschland   bei   Dunkelflaute   nicht   helfen   können,   da   sie   ihren   Strom   dann   selbst   benötigen.   Die Bundesregierung   beginnt   gerade,   diesen   gefährlichen   Irrtum   für   den   Industriestandort   Deutschland   zu   begreifen.   Die   Bundesnetzagentur   hat   richtigerweise erkannt,   dass   es   keinen   Sinn   macht,   WKA   in   einem   Gebiet   zu   errichten,   dessen   Netzstruktur   dafür   noch   nicht   geeignet   ist   und   daher   dort   auch   keine   Zuschläge zu   erteilen.   Der   Vorsitzenden   der   Grünen   in   Rieseby   sei   daher   dringend   geraten,   sich   mit   dem   reichlich   vorhandenen   Zahlenmaterial   vertraut   zu   machen.   Man kann   die   Welt   auch   retten,   wenn   man   sich   zuvor   ein   wenig   mit   den   vier   Grundrechenarten   auseinandersetzt.   Fazit:   wir   benötigen   derzeit   keine   einzige   weitere Windkraftkraftanlage   in   Schleswig-Holstein,   da   deren   Erzeugung   mangels   Netzkapazität   sowieso   abgeregelt   wird   und   daher   auch   nichts   zur   Weltrettung   beitragen kann.   Freundlicher Gruß, Rupert Rompel, Zum Wiesengrund 8, 24398 Brodersby 31. August 2018 Nachbargemeinden   dürfen   leiden...   Schleidörfertag,   Glasfaserzweckverband   -   gelebte   Solidaridät   unter   den   Gemeinden   der   Region!   Wo   aber   bleibt   diese Solidarität   bei   dem   Thema   Windkraft?   Auf   der   Sitzung   der   Riesebyer   Gemeindevertretung   begrüßte   Bürgermeister   Kolls   sicher   notgedrungen   und   etwas   gequält die   sehr   zahlreich   erschienenen   Bürger   aus   den   Nachbargemeinden.   Schlüsse   aus   deren   Erscheinen   konnte   oder   besser   wollte   er   mit   seiner   Fraktion   ebenso   wie die   Vertreter   der   CDU   und   Grünen   scheinbar   nicht   ziehen.   Holzdorfer   und   Looser   Einwohner,   durch   die   geplanten   Windgiganten   weitaus   mehr   betroffen   als   die Riesebyer   selbst,   fanden   fortan   bei   diesen   drei   Fraktionen   keinerlei   Erwähnung.   Allein   Mitglieder   der   WGR   versetzten   sich   in   die   Lage   der   eigentlich   Betroffenen und   wiesen   auf   die   Gefahren   für   Menschen   speziell   in   den   erwähnten   Nachbargemeinden   sowie   die   noch   intakte   Natur   an   den   geplanten   Standorten   der   Anlagen hin.   Die   Vertreterin   der   Grünen   erweckte   in   ihrem   Statement   sogar   den   Eindruck,   durch   die   derzeit   für   die   Stromversorgung   absolut   unnötigen   "Riesenspargel" von   Rieseby   aus   das   Weltklima   retten   zu   können.   Zusätzlich   wurde   windkraftkritischen   Bürgern   unterschwellig   das      alte   "Totschlagargument"   unterstellt,   wer nicht   für   diese   Anlagen   wäre,   sei   für   Atomkraft!   Besser   hätte   sich   diese   Dame   "Grünen-gemäß"   auf   den   wunderbaren   Naturraum   beziehen   sollen,   der   durch   die geplanten    Anlagen    zerschnitten    und    letztendlich    viel    an    Wert    verlieren    wird.    Noch    brüten    hier    Kranich,    Baumfalke    und    viele    andere    Greifvögel!    Die Wiederansiedlung   des   ehemals   lange   Jahre   sehr   erfolgreich   brütenden   und   dann   nachweislich   vergifteten   Seeadlers   ist   ja   durch   nächtliche   Quadfahrten   im Kollholz   während   der   Anpaarungszeit   verhindert   worden!   Vielleicht   wäre   der   Schutz   dieser   Tiere   ja   ein   Betätigungsfeld   für   "umweltbeseelte"   Politiker?   Als   Bürger der Nachbargemeinde Loose danke ich der WGR, dass sie sich für den Schutz einer einmaligen Landschaft sowie uns Bürger der Nachbargemeinden einsetzt! Wolfgang Herda, Loose 31. August 2018 Leserbrief zum Thema Windkraftanlagen auf der Halbinsel Schwansen Bei   der   Sitzung   der   Gemeindevertretung   in   Rieseby   ging   es   hoch   her.   Wen   wunder's?   Schließlich   ging   es   um   die   Zukunft   der   Naturschönheit      "Halbinsel Schwansen"   und   um   die   dort   lebenden   Bürger,   die   durch   die   Aufstellung   weiterer   Windkraftanlagen   dieses   Erbe   und   ihre   Gesundheit   zu   Recht   bedroht   sehen.   Der Kommentar   der   Vertreterin   der   Grünen   in   Rieseby,   Frau   Christine   Scheller,   in   diesem   Zusammenhang   lässt   mich   allerdings   fremdschämen.   Sie   ist   immer   noch   der Meinung,   mehr   Windkraftanlagen   würden   das   Abschalten   von   Atomkraftwerken   durch   den   windproduzierten   Zufallsstrom   möglich   machen.   Wer   das   glaubt, glaubt   vermutlich   auch,   dass   Zahnlosigkeit   durch   transzendentale   Meditation   geheilt   werden   kann.   Ich   sage   es   frei   heraus:   Weder   Windräder   noch   Photovoltaik werden   eine   Energiewende   möglich   machen.   Leider!   Um   unseren   Planeten   zu   retten   wird      das   Lösungswort   lauten:   VERZICHT,   und   das   auf   vielen   Ebenen,   so unpopulär   diese   Erkenntnis   auch   sein   mag.   So   weiterzumachen   wie   bisher   und   den   Traum   von   einer   CO2-neutralen   Energiewende   zu   träumen   ist,   Verzeihung, naiv! Dr. Reinhard Jentzsch, Eckernförde / Kosel 30. August 2018 In   der   Tagespresse   hatte   ich   gelesen,   dass   es   auf   der   Sitzung   am   Mittwoch   in   Rieseby   wieder   einmal   um   Windkraft   geht.   Deshalb   bin   ich   das   erste   Mal   zu   so einer   Sitzung   gegangen.   Viele   meckern   immer   nur   und   deshalb   war   es   mir   wichtig,   Interesse   an   der   Arbeit   im   Gemeinderat   zu   zeigen.   Überrascht   war   ich,   dass so   viele   Bürger   da   waren.   Was   ich   nun   erlebte,   war   allerdings   alles   andere   als   erfreulich.   Kaum   ein   Zuhörer   blieb   während   der   Diskussion   um   die   Windkraft   ruhig auf   seinem   Platz   sitzen,   immer   wieder   verließen   Leute   wütend   den   Raum.   Am   schlimmsten   war   für   mich   als   überzeugter   Naturschützer   die   Aussage   der   Grünen Ratsfrau,   dass   man   nicht   nur   die   Schönheit   des   Naturraums   Schwansen   im   Blick   haben   dürfe,   sondern   mit   der   Errichtung   überdimensionaler   Windkraftanlagen   in Rieseby   einen   Beitrag   zum   Klimaschutz   und   zur   Rettung   der   Welt   leisten   müsse.   In   20   Jahren   „Energiewende“   wurde   nicht   ein   Gramm   CO2   eingespart   und   nun sollen   Windkraftanlagen   im   Naturpark   die   Welt   vor   dem   Untergang   retten?   Das   ist   mehr   als   lächerlich!   Als   Grüne   wird   die   Ratsfrau   sich   später   den   Vorwurf gefallen   lassen   müssen,   dass   viele   seltene   Vögel   und   Fledermäuse   einen   schrecklichen   Tod   im   Riesebyer   Windpark   finden   und   ein   wunderschöner   Naturraum völlig zerstört wurde. Für mich war das die erste und letzte Sitzung! Kevin Krüger, Rieseby 30. August 2018 Zurecht   nutzte   ein   Herr   während   der   Einwohnerfragezeit   der   Gemeinderatssitzung   in   Rieseby   die   Möglichkeit   zu   fragen,   ob   er   und   die   etwa   100   anwesenden Bürgerinnen   und   Bürger   denn   nun   einmal   erfahren   könnten,   welche   Partei   zum   Bürgerwillen   stehen   würde.   Dabei   verwies   der   Fragesteller   auf   das   Ergebnis   des Bürgerentscheids   zur   Windkraftplanung.   Lediglich   der   CDU-Fraktionsvorsitzende   Ruiz-Hampel   reagierte   prompt   und   erklärte,   dass   er   keinen   Bürgerwillen erkennen   wolle.   In   seinen   Ausführungen   machte   er   deutlich,   dass   schließlich   nicht   alle   Riesebyer   der   Meinung   waren,   dass   riesige   Windkraftanlagen   unerwünscht seien.   Was   für   ein   merkwürdiges   Demokratieverständnis!   Der   CDU-Mann   selbst   ist   von   nur   79   Wählern   (siehe   Ergebnis   der   Kommunalwahl)   gewählt   worden, schlechter   schnitt   kein   anderer   CDU-Kandidat   ab.   Ich   kenne   niemanden   der   in   Zweifel   stellt,   ob   es   nun   der   demokratische   Bürgerwille   ist,   dass   Herr   Ruiz-Hempel im   Gemeinderat   sitzt.   Beantwortet   wurde   die   Frage   des   Einwohners   zuletzt   aber   doch   noch,   als   die   Wählergemeinschaft   ihr   Recht   in   Anspruch   nahm   und   bei   der Abstimmung   über   180m   hohe   Windkraftanlagen   die   namentliche   Abstimmung   forderte.   Das   Erschrecken   konnte   man   einigen   Gemeindevertretern   in   den   Augen ablesen:   Butter   bei   die   Fische   –   Bekenntnis   mit   Namen   zu   Protokoll   bitte,   so   sieht   es   das   Kommunalrecht   vor!   Die   Wählergemeinschaft   stimmte   geschlossen gegen   die   Windriesen   und   somit   für   den   Bürgerwillen.   CDU,   SPD   und   Grüne   stimmten   geschlossen   für   180m   hohe   Anlagen   im   Naturpark   Schlei   bei   Saxtorf.   Aber die   Zuhörer   konnten   doch   noch   etwas   Positives   aus   der   Sitzung   mitnehmen,   denn   aufgrund   eines   schwerwiegenden   Verwaltungsfehlers   wurde   einstimmig   auf Neuwahlen   im   November   entschieden.   Mit   der   Teilnahme   an   dieser   Wahl   werde   ich   mein   Demokratierecht   wahrnehmen   und   meinen   eindeutigen   BÜRGERWILLEN zum Ausdruck bringen. Michael Stolle, Am Thiergarten, Rieseby